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Aktuelle Artikel


 
Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH
21.02.2020
  Auf dem Foto von links nach rechts: AOK-Geschäftsführer Joachim Bader, Gesundheitsmanagerin Manuela Weber, Personalchef Dieter Gronbach, Einrichtungsleiterin Karin Hofmann, Gesundheitsmanagerin Barbara Leitzbach, AWO-Geschäftsführer Peter Maurus, Einrichtungsleiterin Silke Müller-Urban (alle AWO) und AOK-Projektbeauftragter Sebastian Mattes

 

Ein großer Schritt zur gesünderen Pflegeeinrichtung

AWO und AOK gehen mit dem Programm „Prävention in der Pflege“ (PiP) neue Wege 

Der Bedarf an Pflegekräften ist gewaltig. Bis 2040 wird fast doppelt so viel Pflegepersonal wie heute benötigt, so der aktuelle Pflege-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Schon jetzt ist der Fachkräftemangel ein Thema. AWO und AOK starten in den AWO-Pflegeeinrichtungen in Osterburken, Dallau und Walldürn eine gemeinsame Initiative, um den Pflegeberuf aufzuwerten und den Pflegekräfte einen gesunden Arbeitsalltag zu ermöglichen. 


Stress, Zeitdruck, Überstunden – die Probleme für Pflegekräfte sind vielfältig. Die Ausfallzeiten von Beschäftigten in Pflegeberufen sind daher häufig höher als im Durchschnitt anderer Berufe. Die AWO Neckar-Odenwald und die AOK Rhein-Neckar-Odenwald wollen diese Herausforderung gemeinsam mit dem Projekt „Prävention in der Pflege“ – kurz PiP, das Anfang Februar mit einem gemeinsamen Workshop startete, gemeinsam angehen. Mit dabei waren auch die beiden Geschäftsführer Peter Maurus (AWO) und Joachim Bader (AOK). Die Gründe für das Engagement der AOK sind laut Bader vielfältig: „Zum einen sehen wir das Programm als Wertschätzung für die Leistung, die Tag für Tag in Pflegeberufen erbracht wird und zum anderen hilft ein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement dabei, Erkrankungen zu vermeiden und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Unser Ziel ist eine Win-Win-Situation: Gesunde und zufriedene Pflegekräfte, die dafür sorgen, dass die zu Pflegenden sich wohl fühlen und gut versorgt sind.“

In das Programm, das speziell für Pflegeeinrichtungen entwickelt wurde, setzt AWO-Geschäftsführer Peter Maurus große Hoffnungen: „Wir wollen unsere Mitarbeiter eng einbinden und erreichen, dass sie von den einzelnen Maßnahmen profitieren. Sie sollen Freude daran haben, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Gleichzeitig können wir uns als attraktiver und engagierter Arbeitgeber profilieren. Zwei Gesundheitsmanager aus dem Mitarbeiterkreis werden ausgebildet, um PiP intern zu koordinieren: Manuela Weber und Barbara Leitzbach. Beide wollen die Kollegen einbinden und zur aktiven Mitarbeit bewegen. Nach einer Analyse der Bedürfnisse werden die beiden in die Maßnahmenplanung und -durchführung einsteigen; immer begleitet vonseiten der AOK. Aufgegriffen werden soll der Wunsch der Kollegen, neben den Pflegekräften und den zu Pflegenden auch die Angehörigen mit einzubeziehen. Dies könne helfen, um das gegenseitige Verständnis zu verbessern und die Belastungssituationen kennenzulernen.

PiP soll die Einrichtungen nach einem zweijährigen Prozess dazu befähigen, passgenaue Angebote und organisatorische Maßnahmen für ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement zu schaffen. Die AOK begleitet diesen Prozess mit ihrer Fachkompetenz. Ziel ist es, die Maßnahmen von Beginn in den beruflichen Alltag zu integrieren, damit mehr Lebensqualität für die Pflegekräfte und die zu Pflegenden möglich ist. Das Programm richtet sich ausdrücklich nicht nur an AOK-Versicherte unter den Mitarbeitern und den Bewohnern der drei AWO-Pflegeeinrichtungen in Osterburken, Dallau und Walldürn, sondern ist unabhängig von der Krankenkasse, um einen ganzheitlichen Ansatz und ein Programm aus einem Guss zu erreichen.


 
Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH
20.02.2020
  Der neue AWO Kreisvorstand (von links): Hans Kelkel (Beisitzer), Cornelius Kotulla (Revisor), Erika Göbel (Beisitzerin), Jopie Heuß (Beisitzerin), Peter Maurus (Geschäftsführer), Birgit Nutzinger (Kassier), Gabriele Teichmann (1. Vorsitzende), Jürgen Benter (Beisitzer), Monika Friedrich (Schriftführerin), Edgar Hellwig (2. Vorsitzender), Gerd Teßmer (Revisor), Hartmut Landhäußer (Beisitzer) und als Gast Bürgermeister Michael Keilbach.

 
AWO Kreisdelegiertenkonferenz

Neuer AWO Kreisvorstand gewählt 

Bei ihrer Konferenz Anfang Februar 2020 wählten die Delegierten aus den AWO Ortsvereinen ihren Kreisvorstand. Mit der 1. Vorsitzenden Gabriele Teichmann und dem 2. Vorsitzenden Edgar Hellwig leiten bewährte, erfahrene Kräfte den Kreisverband. Neu sind Birgit Nutzinger als Kassier sowie Jopie Heuß und Hans Kelkel als Beisitzer.

In seinem Grußwort übermittelte der 1. Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih der Konferenz die besten Wünsche des Landrats Dr. Achim Brötel und der Sozialdezernentin des Neckar-Odenwald-Kreises, Renate Körber. „Wir sind außerordentlich dankbar, dass wir hier im Neckar-Odenwald-Kreis mit der AWO einen starken Partner im sozialen Bereich haben“, führte er aus. „Und mit Ihnen – Frau Teichmann und Herr Maurus – haben wir zwei starke, verlässliche und fachlich hervorragende Ansprechpartner.“ Die ehrenamtlich agierenden Kreisdelegierten, so Dr. Kleih, entschieden auch mit über den Kurs der AWO im Neckar-Odenwald-Kreis, und dies sei eine Aufgabe mit viel Verantwortung. Für ihren Einsatz dankte er den Anwesenden und wünschte ihnen viel Erfolg und eine glückliche Hand mit allen Entscheidungen.

Bürgermeister Michael Keilbach wies in seinem Grußwort auf den steigenden Anteil älterer Menschen und damit auch auf eine größere Zahl von Menschen mit Beeinträchtigungen hin, sodass der Dienstleistungssektor Pflege eine stetig wachsende Bedeutung erlange: „Vielen Dank an die Arbeiterwohlfahrt für den unermüdlichen Einsatz, für eine menschenwürdige Behandlung sowie eine altersgerechte Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte er und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf.

Gabriele Teichmann als bisherige 1. Vorsitzende ließ in ihrem Rechenschaftsbericht die vergangenen Jahre Revue passieren: Der Kreisverband leistet mit knapp 600 Mitgliedern einen bedeutenden Beitrag für soziale Projekte im Neckar-Odenwald-Kreis. Ein besonderes Projekt war die Hochwasserhilfe nach den Unwettern im Jahr 2016: Mit der Unterstützung von AWO International und dem Bündnis „Deutschland hilft“ konnte die AWO Neckar-Odenwald 16 Familien im Kreis mit insgesamt mehr als 18.000 Euro unterstützen. Die Ortsvereine engagierten sich weiterhin mit einem vielfältigen Programm, das Theaterfahrten, Ausflüge, Kinderferienprogramme und viele weitere Aktivitäten umfasst. Ein besonderer Meilenstein war der Zusammenschluss der Ortsvereine Mosbach, Neckarelz-Diedesheim und Lohrbach zum AWO Stadtverband Mosbach und Umgebung e.V. Der Kreisverband mit seinen nunmehr fünf Ortsvereinen wirtschaftet umsichtig und schreibt auf Kreisverbands- und Ortsvereinsebene schwarze Zahlen.

Der AWO Kreisverband Neckar-Odenwald e.V und der AWO Bezirksverband Baden e.V. sind gleichberechtigte Gesellschafter der AWO Neckar-Odenwald gGmbH, die in ihren Einrichtungen Dienstleistungen für chronisch psychisch Erkrankte und für pflegebedürftige Menschen anbietet. Gabriele Teichmann berichtete über die Weiterentwicklung dieser Einrichtungen: Der Fachbereich Sozialpsychiatrie versorgt mehr als 100 chronisch psychisch Erkrankte; in vier AWO Senioren-Wohnanlagen werden 74 Wohnungen bereitgestellt; die AWO Sozialstation versorgt etwa 100 Klientinnen und Klienten zu Hause; die drei stationären Pflegeeinrichtungen der AWO erhielten bei Überprüfungen des MDK Bestnoten. Dabei wurde die AWO Pflegeeinrichtung in Elztal im Jahr 2016 mit etwa 8,3 Mio. Euro Investitionen allein durch die AWO finanziert. Auch im Bereich der Mitarbeiter hat sich vieles getan: Die AWO Neckar-Odenwald ist derzeit für 240 Beschäftigte ein verlässlicher Arbeitgeber und Partner. Gabriele Teichmann dankte dem Geschäftsführer Peter Maurus, der Verbandskoordinatorin Laura Könözsi, den Leiterinnen der Einrichtungen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre wertvolle Arbeit.

Dem Rechenschaftsbericht der 1. Vorsitzenden und dem Kassenbericht folgte die Entlastung des alten und die Wahl des neuen Vorstands. Aufgrund neuer Vorgaben in der AWO Bundessatzung musste auch eine neue Satzung des Kreisverbands beschlossen werden. Dabei votierten die Delegierten auch für eine Verlängerung der Amtszeit des Vorstands von drei auf vier Jahre. Die nächste Delegiertenkonferenz findet also im Jahr 2024 statt.

   


 
Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH
11.02.2020
 

Geschäftsführung und Vorstand der AWO Neckar-Odenwald ehrten 38 verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 10-jährigen, 15-jährigen und 20-jährigen Dienstjubiläum. Eine Mitarbeiterin ist sogar 25 Jahre bei der AWO Neckar-Odenwald gGmbH beschäftigt.

 

Winterfeier der AWO Neckar-Odenwald gGmbH

555 Jahre engagierte Pflege


Mit der jährlichen Winterfeier im Schloss Merchingen bedanken sich Vorstand und Geschäftsführung der AWO Neckar-Odenwald bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Wohn- und Pflegezentren für das Wohlergehen der pflegebedürftigen Bewohner sorgen. Ein ganz besonderes Dankeschön ging an 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 10-jährigen, 15-jährigen, 20-jährigen und sogar 25-jährigen Dienstjubiläum und für insgesamt 555 Jahre engagierte Mitarbeit.

Gabriele Teichmann, 1. Vorsitzende des AWO Kreisverbands und Aufsichtsratsvorsitzende der AWO Neckar-Odenwald gGmbH, dankte den Mitarbeitern im Namen von Aufsichtsrat, Gesellschaftern und AWO Kreisverband: „Wir sind stolz auf Eure Arbeit und freuen uns darauf, auch 2020 mit Euch auf diesem guten Weg weiterzugehen!“, sagte sie.

Geschäftsführer Peter Maurus blickte auf ein bewegtes Jahr 2019 zurück. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der AWO wurde ein inklusives Fußballturnier mit Klienten der AWO Sozialpsychiatrie und Politikern ausgetragen. Die Kreis- und Stadtverbände der AWO Metropolregion feierten das 100-Jährige in Mosbach; schließlich wurde das preisgekrönte Theater-Musical über die AWO Gründerin Marie Juchacz in Mosbach uraufgeführt. Die AWO Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unternahmen zudem 2019 einen Betriebsausflug zur Bundesgartenschau in Heilbronn.

Peter Maurus begrüßte besonders die Heimleiterin Silke Müller-Urban, die seit einem Jahr ihre Führungstätigkeit ausübt. Ganz neu wurde Anfang 2020 Dieter Gronbach als Personalleiter der AWO Neckar-Odenwald gewonnen. „Wir sind uns der großen Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst, die mit immer herausfordernderen Krankheitsbildern umgehen und wünschen uns, dass Sie jeden Morgen mit Freude zur Arbeit kommen“, sagte der Geschäftsführer. Diese Arbeit sei ein Segen für schwerkranke Menschen, die auf das Können, die Geduld und Zuwendung der Pflegekräfte angewiesen seien. Damit diese großartige Arbeit angemessen honoriert wird, hat die Geschäftsführung die Löhne und Gehälter im vergangenen Jahr deutlich angehoben. „Ein gutes Zeichen ist die Zufriedenheitsumfrage bei den Mitarbeitern 2019, die sehr positive Ergebnisse zeigte“, sagte Peter Maurus. „Die langjährige Zusammenarbeit mit Ihnen, die wir heute ehren, weist auf Vertrauen, gute Zusammenarbeit und ein gutes Betriebsklima hin.“

   


 

  

Die Mitarbeitenden der AWO Hausgemeinschaft Elztal Dallau mit Heimleiterin Karin Hofmann (Mitte), Pflegedienstleiterin Theresia Maaß (rechts hinter ihr)
und Geschäftsführer Peter Maurus (rechts).

  

AWO Hausgemeinschaft Elztal-Dallau

 

Zertifizierung für noch mehr Qualität

 

Die AWO Hausgemeinschaft Elztal-Dallau wurde im November 2019 vom unabhängigen Zertifizierungsunternehmen VQZ Bonn nach der neuesten Norm DIN EN ISO 9001:2015 überprüft und zertifiziert.

Diese international anerkannte und verbreitete Norm legt fest, welche Anforderungen an das Qualitätsmanagement-System gelegt werden. Die Qualitätsnorm verlangt, dass die AWO zu jedem Zeitpunkt alle festgelegten Qualitäts-Arbeitsprozesse anwendet und schriftlich dokumentiert. Zu jeder Zeit weiß also jeder Mitarbeiter, wie die Pflegeprozesse ablaufen müssen. Ein zweiter Vorteil: Bei der Prüfung des Unternehmens können die Abläufe auf diese Weise nachvollzogen werden.

 Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Bewohner*innen und gleichermaßen die gesetzlichen Anforderungen. Damit die Arbeitsschritte den Qualitätsvorgaben genügen, wurden alle Arbeitsprozesse beschrieben und die gewünschten Abläufe in das AWO Qualitätshandbuch aufgenommen. Verantwortlichkeiten und Befugnisse wurden festgelegt, Qualitätszirkel geschaffen sowie Planungs- und Bewertungsmethoden festgelegt. Auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Einteilung des Personals und die Sicherstellung der Kommunikation sind im QM-Handbuch festgesetzt. Das QM-System zielt außerdem stetige Verbesserungen an: Die Mitarbeiter sollen Optimierungsmöglichkeiten finden und das Unternehmen ist angehalten, die Abläufe immer wieder zu optimieren.

Zusätzlich garantieren die jährlich kontrollierten AWO-Qualitätsstandards eine umfassende Pflege und Betreuung nach den Wertvorstellungen der Arbeiterwohlfahrt.

 Bei einer feierlichen Übergabe dankte AWO Geschäftsführer Peter Maurus der Heimleiterin Karin Hofmann und der Pflegedienstleiterin Theresia Maaß, den Qualitätsmanagementbeauftragten Alexandra Braun und Frau Weber sowie allen Mitarbeiter*innen der AWO Hausgemeinschaft. Karin Hofmann dankte im Anschluss ebenfalls noch einmal allen Mitarbeiter*innen für ihre engagierte Arbeit.


 

Geschichte wird lebendig: Standing Ovations für die jugendlichen Darsteller auf der Mosbacher Mälzerei-Bühne. Im Hintergrund Marie Juchacz auf einem Foto.

  

100 Jahre Arbeiterwohlfahrt

Standing Ovations für „Marie Juchacz“

 

Mosbach, 23. Oktober 2019: Begeistert feierte das Publikum die Schülerinnen und Schüler des Auguste-Pattberg-Gymnasiums Neckarelz bei der bundesweit beachteten Aufführung des Theater-Musicals über die AWO Gründerin Marie Juchacz.

 

Das Gymnasium hatte sich der Herausforderung gestellt, das Leben und Wirken von Marie Juchacz auf die Bühne zu bringen. „Unsere 1. Vorsitzende Gabriele Teichmann hat 2018 beim APG Musiklehrer Patrick Bach angefragt, ob er sich diese Aufgabe vorstellen kann“, sagte Peter Maurus, Geschäftsführer der AWO Neckar-Odenwald, bei seiner Begrüßung in der Alten Mälzerei Mosbach. „Nach nur 24 Stunden sagte er zu, und dann begann der Schneeball zu rollen.“

Dieser „Schneeball“ umfasste schließlich fast 100 Schülerinnen und Schüler, die APG Lehrer Patrick Bach (Musik), Wiebke Stölting (Textidee, Regie), Anja Radetzki (Bühnenbild), Margrit Schalek-Boigs (Tänzerische Leitung) und Beate Lörch-Rohmfeld (Kostüme). „Viele Schüler, Lehrer und Eltern, der Förderverein und weitere Akteure haben Freizeit geopfert und sich engagiert, damit die Jubiläen anlässlich 100 Jahre Arbeiterwohlfahrt und 250 Jahre Auguste Pattberg einen würdigen Rahmen bekommen“, sagte APG Schulleiter Dr. Thomas Pauer.

Mit großem Einfühlungsvermögen zeichneten die Darsteller den frühen Lebensweg von Marie Juchacz nach. Chiara Weber spielte Marie Juchacz als nachdenkliche, mitunter rebellische Frau, die neben der Familie einen eigenen Beruf und eine sinnvolle Betätigung anstrebte. Gleichzeitig erlebte sie die Industrialisierung der Jahrhundertwende mit ihren menschenverachtenden Arbeitsbedingungen. „Rong-Digge-Dong gehen die Maschinen“, dieses Lied aus der Feder von Patrick Bach brachte die eintönige Arbeit im aufgezwungenen Takt der Maschinen gut herüber. Die Tanz AG des APG bewegte sich dazu hinter einer Leinwand, sodass die taktgebende Trommel, der Chorgesang und die Schattenrisse der Tänzerinnen zu einer eindrucksvollen Szenerie verschmolzen.

Die musikalische Palette war breit gestreut: Zeitgenössische Lieder des angehenden 20. Jahrhunderts, Musical- und Popsongs wechselten sich ab. Die Gesangsleistung war beachtlich; vor allem der Chor und Ann-Christin Boll in der Rolle von Maries Schwester Elisabeth brillierten. Die Hymne „Sei stark, Marie, du hast die Kraft“ gab es ganz zum Schluss noch einmal als Zugabe.

Im zweiten Teil nach der Pause stand die politische Tätigkeit von Marie Juchacz im Vordergrund. Sekretärin für Frauenfragen in Köln und Berlin, gegen alle Widerstände Verfechterin des Frauenwahlrechts und ab 1919 eine der ersten Abgeordneten im Weimarer Reichstag, das war der steinige Weg der Marie Juchacz. Nur im gemeinsamen Kampf mit ihrer Schwester Elisabeth und mit der Hilfe ihrer ganzen Familie konnte Marie ihre Kinder erziehen und gleichzeitig politische Forderungen und Frauenrechte durchsetzen. Im Jahr 1919 gründete sie die Arbeiterwohlfahrt, um für die Ärmsten eine verlässliche Unterstützung jenseits von Almosen zu organisieren. In diesem Jahr sprach Marie auch als erste Frau vor einem deutschen Parlament. Mit ihrer Originalrede endete das Stück.

Nicht nur das großartige Spiel und die facettenreichen Chöre, auch das Bühnenbild und die Inszenierung rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Zeitgenössische Fotos und Tapetenmuster wurden auf eine große Leinwand projiziert, eine vier Meter hohe Litfaßsäule verwandelte die Bühne in eine Berliner Straße. Die jeweilige Jahreszahl wurde einfach an die Schneiderpuppe in Maries Werkstatt angehängt. Das Gegeneinander von Männern und Frauen, von rechts- und linksradikalen Demonstranten sowie konträren Parteien im Reichstag wurde durch eine scharfe Trennung der Gruppierungen auf der Bühne deutlich.

In wenigen Monaten ist der Gruppe um Patrick Bach und Wiebke Stölting eine unglaubliche Produktion gelungen. Gabriele Teichmann, Ideengeberin des Stücks, bedankte sich am Schluss mit einem besonderen Präsent: Sie überbrachte die Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic an alle Akteure, nächstes Jahr vier Tage lang nach Berlin zu kommen.


Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH

27.06.2019


 „Jetzt habt Ihr den Job – macht ihn gut!“

Jubiläumsfeier

der AWO Metropolregion Rhein-Neckar

 

Bild 1: Thomas Krczal (1. Vorsitzender AWO Heidelberg, hinten) ehrte Ulrich Graf mit dem „AWO Ehrenfelsen“.
Bild 2: Talk-Runde mit Patrick Bach, Ann-Christin Boll, Chiara Weber, Lehrerin Anja Radetzki, Wiebke Stölting, Norbert Franck, Gabriele Teichmann, Moderatorin Friederike Kroitzsch und mit dem AWO Ehrenvorsitzenden Hansjörg Seeh (von links).
Bild 3: Szene aus dem Theater-Musical: Marie und ihre Mitarbeiterinnen aus der Fabrik diskutieren das neue Nachtarbeitsverbot für Frauen.

Bildrechte: Frank Heuß

Im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Arbeiterwohlfahrt feierten die AWO Kreisverbände der Metropolregion Rhein-Neckar am 22. Juni 2019 gemeinsam in der Alten Mälzerei Mosbach. Das Fazit der Feier: Die Anliegen und Werte der AWO sind heute genauso gültig wie 1919 und die Arbeit des großen deutschen Wohlfahrtsverbandes ist wichtiger denn je.

Den angereisten Haupt- und Ehrenamtlichen aus den Kreisverbänden Neckar-Odenwald, Mannheim, Bergstraße, Frankenthal, Heidelberg und Rhein-Neckar wurde ein überaus lebendiges Programm geboten: Neben einer hochkarätigen Festrede gab es eine interessante Talk-Runde; zudem zeigten die Veranstalter Kostproben des Theater-Musicals „Eine starke Frau geht ihren Weg – Die frühen Jahre der Marie Juchacz“, das am 23. Oktober 2019 in Mosbach uraufgeführt wird.

Die Festrede hielt Ulrich Graf, bis 2008 Geschäftsführer der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg und langjähriges AWO-Mitglied. „Die AWO gibt es nach 100 Jahren noch, sie ist nur etwas anders geworden als in den Tagen ihrer Gründung“, sagte er. „Wir müssen Erreichtes bilanzieren, die ideellen Grundlagen überprüfen und mit einem kritisch reflektierten Gestaltungsauftrag in die Zukunft gehen.“ Der Reichspräsident Friedrich Ebert habe mit der Gründung der AWO am 13.12.1919 den politischen Willen zu einer neuen Art der Wohlfahrtspflege gezeigt. Diese Wohlfahrtspflege geht auf die Initiative von Marie Juchacz zurück, die eine Mitwirkung der Arbeiterschaft als unabdingbar ansah. „Das Prinzip der konfessionell organisierten Caritas (Nächstenliebe) wurde ersetzt durch das Prinzip der Solidarität!“, erklärte der Festredner.

Einige Schülerinnen und Schüler vom Auguste-Pattberg-Gymnasium Neckarelz (APG) spielten Szenen und sangen Lieder aus dem szenischen Bühnenspiel mit Musik „Eine starke Frau geht ihren Weg – die frühen Jahre der Marie Juchacz“. Nachtarbeit in der Fabrik, der Kampf für Frauenrechte und die Auseinandersetzung von Marie Juchacz mit ihrem Mann Bernhard, diese Szenen gaben einen ersten Eindruck vom Theaterstück. Außerdem sang der APG-Chor drei sehr berührende Lieder. Schon dieser Auftritt im Probenstadium des Stückes war eine Augenweide und ein Ohrenschmaus; er verdeutlichte die unglaubliche Professionalität der Theaterarbeit. 

Ein besonderes Statement gab Hansjörg Seeh ab, ehemaliger Freiburger Bürgermeister und nach langjährigem Vorsitz im Bezirk Baden heutiger Ehrenvorsitzender des AWO Bezirksverbands. Der 82-Jährige sprach über die derzeitigen Herausforderungen für den Wohlfahrtsverband AWO, der soziale Dienstleistungen für jedes Lebensalter anbietet. Zu wenig Personal in der Pflege und soziale Ungleichheit schon im Kindes- und Jugendalter veranlassten ihn zur Forderung: „Die AWO engagiert sich als Verband für die Verbesserung der Lebensumstände. Gleichzeitig gibt es Parteien und Vereinigungen, die einfache Lösungen propagieren und damit ein leichtes Spiel haben. Wir müssen gegen Parteien wie die AfD kämpfen!“

Gabriele Teichmann, 1. Vorsitzende der AWO Neckar-Odenwald, beleuchtete die Rolle der AWO als großer Arbeitgeber in der Region und bundesweit: „Die Werte der AWO, nämlich Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität, sollen auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießen“, sagte sie. „Wir arbeiten stetig daran, dass die Arbeitsbedingungen gut sind. Gleichzeitig habe ich unsere Mitarbeiter ins Herz geschlossen und freue mich über die Freundlichkeit, die mir von Seiten der Beschäftigten entgegenkommt!“

Zum Schluss der Veranstaltung wurde Ulrich Graf für seine 45-jährige Mitgliedschaft bei der AWO und sein großes Engagement geehrt: Er erhielt von Thomas Krczal, 1. Vorsitzender des AWO Kreisverbands Heidelberg, als Auszeichnung den „AWO Ehrenfelsen“. Zum Abschluss der Veranstaltung fand Ulrich Graf treffende Worte: „Jetzt habt Ihr den Job – macht ihn gut!“


Kartenvorbestellung: 

für das Musical am 23. und 24.10.2019

unter Tel: 06291 642 542


Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH
30.04.2019


AWO Jubiläums-Fußballcup

Das Miteinander gewinnt

 
Die 1. Mannschaft der AWO Sozialpsychiatrie im Neckar-Odenwald spielt seit einigen Jahren aktiv Fußball. Die Spieler mit Roland Herberger, AWO Geschäftsführer Peter Maurus, 1. Vorsitzende Gabriele Teichmann, MdL Georg Nelius, Unterstützer Manfred Hebeiß (Bürgermeister Neudenau) und Christian Stuber (Bürgermeister Neckarzimmern).

 
Faire Spiele, eine gute Gemeinschaft und taktischer Fußball – das ist das Ergebnis des AWO Jubiläumscups am Samstag, 27. April 2019.

100 Jahre AWO, dieses Jubiläum bot der AWO Neckar-Odenwald einen prima Anlass für ein spannendes Event. Auf dem Gelände des FC Mosbach wurde der AWO Fußball-Jubiläumscup ausgetragen. Dabei spielten die Fußballer der DynAWO Mosbach – zwei Mannschaften von Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen – im Unified Modus gemeinsam mit anderen Mannschaften um den AWO Cup. Jeder Mannschaft wurden ein bis zwei Politiker zur Verstärkung zugelost.

„Ich freue mich sehr, dass einige Politiker unserer Einladung gefolgt sind, um entweder mitzuspielen oder die Spieler anzufeuern“, sagte Gabriele Teichmann, 1. Vorsitzende des mitveranstaltenden AWO Stadtverbands Mosbach + Umgebung. „Danke, dass sie sich heute Zeit nehmen und hier sind. Denn Zeit ist das größte Geschenk, das man den Menschen machen kann. Sie zeigen, dass Sie keine Schönwetterpolitiker sind, sondern sich für die Menschen einsetzen!“

Die Zuschauer sahen spannende Wettkämpfe, bei denen sich die Spieler nichts schenkten. Stadionsprecher Roland Herberger, ein Verwandter der Spieler- und Trainerlegende Sepp Herberger, bewertete das Spielgeschehen: „Es waren faire, schöne Spiele mit hohem Niveau. Trotz guter Torwartleistungen haben die Spieler viele Tore erkämpft. Wir haben taktische Spielzüge und interessante Zweikämpfe gesehen, vor allem aber faire Spiele!“

Beim AWO Jubiläumscup ging es nicht zuerst ums Gewinnen, sondern um das Miteinander. Die Mannschaften und ihre Unterstützer kämpften und setzten sich mit ganzer Kraft für den Sieg ein; gleichzeitig gönnten alle Mannschaften dem Sieger den Gewinnerpokal. „Die AWO Neckar-Odenwald hat ihr Ziel erreicht, ein inklusives Sportereignis ins Leben zu rufen“, sagte AWO Geschäftsführer Peter Maurus. „Wir haben Menschen mit und ohne psychische Erkrankung oder geistige Behinderung zusammengeführt – eine Chance für alle, Normalität im Miteinander zu erleben.“

Das Ergebnis:  

1. Platz FSV Bad Friedrichshall 9 Punkte 7:2 Tore
2. Platz Johannes-Diakonie 2 7 Punkte 5:1 Tore
3. Platz DynAWO Mosbach 1 5 Punkte 3:5 Tore
4. Platz DynAWO Mosbach 2 4 Punkte 4:8 Tore
5. Platz Johannes-Diakonie 1 3 Punkte 5:8 Tore

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