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Pressemitteilung der AWO Neckar-Odenwald gGmbH0
6.03.2018 

Jetzt die ärztliche Versorgung sichern

Veranstaltung der AWO Mosbach mit Ideen zur Gesundheitsversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis

Was tun, wenn die Gesundheitslandkarte des Neckar-Odenwald-Kreises immer mehr weiße Flecken aufweist? Um die Sicherung der medizinischen Versorgung als Teil der Daseinsvorsorge ging es Anfang März bei einer Veranstaltung der AWO Mosbach.

„Wir sehen mit Besorgnis, dass sich die ärztliche Versorgung für die Bevölkerung verschlechtert, zumindest, was die Anzahl der Ärzte angeht“, so eröffnete Gabriele Teichmann, 1. Vorsitzende der AWO Mosbach, die Veranstaltung. Sie hatte zwei Referenten ins AWO Begegnungszentrum in Mosbach-Diedesheim geholt, die sich politisch mit diesem Thema beschäftigen. Rainer Hinderer (SPD) aus Heilbronn ist baden-württembergischer Landtagsabgeordneter, Vorsitzender des Sozial- und Integrationsausschusses und wurde von der SPD-Fraktion zum gesundheitspolitischen Sprecher gewählt. Er hat am Landärzteprogramm mitgearbeitet, das neue Anreize geben will, damit sich wieder mehr Mediziner für den ländlichen Raum entscheiden. Georg Nelius (SPD) ist als Landtagsabgeordneter des Neckar-Odenwald-Kreises bestens mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Der Politiker bemüht sich seit Jahren, gangbare Lösungen für eine bessere Gesundheitsversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis auf den Weg zu bringen und den Erhalt der Neckar-Odenwald-Kliniken zu sichern.

Lenkende Maßnahmen

Landarztquote, Telemedizin oder neue Arbeitszeitmodelle – was hilft gegen das Praxensterben auf dem Land? Immerhin, so referierte Rainer Hinderer, sind mehr als ein Drittel der Ärzte älter als 60 Jahre und sogar mehr als die Hälfte älter als 50 Jahre. „Rechnet man hinein, dass ein Studierender durchschnittlich 22 Jahre vom Studienbeginn bis zur Niederlassung braucht, wird die Problematik überdeutlich“, sagte Rainer Hinderer. Dazu komme eine neue Sicht auf den Arztberuf: „Patienten wie auch die betroffenen Gemeinden werden nicht umhin kommen, sich vom Bild eines Landarztes in der Einzelpraxis, der sieben Tage in der Woche rund um die Uhr einsatzbereit ist, zu verabschieden“, sagte Hinderer. „Wir müssen neue, innovative Wege gehen, die der heutigen Wirklichkeit besser entsprechen.“

Wie es funktionieren kann, zeigte ein Besucher der Veranstaltung auf: Die Gemeinde Waldbrunn baute ein Ärztehaus und gab damit einen wichtigen Impuls zur Wiederbesetzung des vakanten Arztsitzes. „Zwar ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit Sache der ärztlichen Selbstverwaltung, dennoch können Gemeinden Weichen stellen, um die ärztliche Versorgung in der Kommune attraktiv zu gestalten“, so der gesundheitspolitische Sprecher Rainer Hinderer.

Dr. med. Gunther Leibfried, Mitglied im Vorstand der Kreisärzteschaft im Neckar-Odenwald-Kreis, war als interessierter Besucher beim Vortrag dabei und stimmte dem Landärzteprogramm in den meisten Punkten zu. „Es muss darum gehen, die Stellung der Allgemeinärzte zu stärken“, sagte der Allgemeinmediziner. „Mehr Studienplätze reichen da nicht aus, es muss vielmehr darum gehen, das Landarztsystem rentabel und damit attraktiv zu gestalten. Angesichts immer mehr älteren Menschen mit vielfältigen Erkrankungen und andererseits zahlreichen Ärzten, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, sollten neue Ansätze schnell greifen.“

 
Neue Arbeitsverhältnisse und alternative Behandlungen

Als Mitautor des 10-Punkte-Plans für mehr Landärzte hat Rainer Hinderer Ideen eingebracht, wie der Landärztemangel gemildert werden kann: Bei den Ärzten sind verschiedene Formen der Zusammenarbeit bis hin zum Angestelltenverhältnis in Teilzeit beliebt, was gerade von Ärztinnen mit jüngeren Kindern angestrebt werde. „Eine Möglichkeit wäre auch eine Zweigpraxis, die nur drei Tage in der Woche besetzt ist – immerhin besser als gar keine Versorgung vor Ort“, gab Hinderer zu bedenken. Hausbesuche könnten dann auch vom Medizinischen Versorgungszentrum oder der Gemeinschaftspraxis in der Nähe wahrgenommen werden. Die rechtlichen Voraussetzungen (etwa im SGB V für alternative Praxisformen) seien größtenteils bereits vorhanden. Jetzt gelte es, die verschiedenen Maßnahmen koordiniert einzusetzen.

Ein weiteres medizinisches Versorgungsprojekt steht kurz vor der Umsetzung: Lobend erwähnte Hinderer die bundesweit einmalige Regelung der Landesärztekammer Baden-Württemberg, nach der ärztliche Behandlungen auch über das Telefon durchgeführt werden können. Das erste Projekt wird durch die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg durchgeführt und heißt MedCall 2.0 – Modellprojekt Telemedizin. Dabei soll eine Internet-Plattform zur digitalen Kommunikation zwischen Patient und Arzt eingerichtet werden.

„Um die ärztliche Versorgung auf dem Land sicherzustellen, müssen viele Maßnahmen gleichzeitig angegangen werden“, das ist das Credo von Rainer Hinderer in Bezug auf eine bessere gesundheitliche Versorgung der ländlichen Räume. „Alle Beteiligten, insbesondere die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenkassen, die Krankenhausträger, die Ärztekammern und die Ärzteverbände sowie Bund, Länder und Kommunen müssen verantwortungsvoll ein gemeinsames Ziel anpeilen und nicht mit dem Finger auf andere zeigen.“ Dabei komme es darauf an, die Attraktivität der Allgemeinmedizin zu steigern, die Stellung des Hausarztes zu stärken, Niederlassungszuschüsse zu gewähren und alternative Praxisformen zu fördern, ist das Fazit von Rainer Hinderer.



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